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... von Ralf Kratzke |
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Der Sternenhimmel - schon seit Tausenden von Jahren fasziniert der Sternenhimmel die Menschheit. Wie oft mögen unsere Urahnen nachts zum Firmament geschaut haben, bis sie merkten, dass bestimmte Sterne das ganze Jahr über sichtbar waren, andere in regelmäßigen Abständen auftauchten und wieder verschwanden. Sie stellten fest, dass mit dem Auftauchen und Verschwinden bestimmter Sterne und Sternengruppen Vorhersagen von natürlichen Ereignissen und Katastrophen, wie zum Beispiel die Nilüberschwemmungen, möglich waren. Der Kalender war geboren. In der folgenden Zeit wurden immer mehr Ereignisse mit den Zyklen der Gestirne verbunden. Hungersnöte, Krankheiten, Kriege und der Untergang ganzer Königreiche wurden mit verschiedenen Stern- und Planetenkonstellationen in Verbindung gebracht: Die Sterndeuter gewannen außerordentlich an Einfluss; sogar Feldherren holten sich vor den Schlachten von ihnen Rat holten. Zu dieser Zeit begannen Reisende die Gestirne als Wegweiser zu nutzen: die Seefahrer auf den Ozeanen ebenso wie die Kaufleute in ihren Karawanen durch die Wüsten. Um sich im Wirrwarr dieser leuchtenden Punkte zurechtzufinden, dachten sich die Menschen Linien zwischen den auffälligsten Sternen und ordneten so das "Chaos". Völkergruppen dachten sich Bilder zu einzelnen Sternengruppen aus oder verwendeten Überlieferungen von anderen Völkern. So übernahmen die Griechen einige Sternbilder von den Arabern, mit denen sie durch ihre Seefahrten in Kontakt standen undmit denen sie Handel trieben. Diese wiederum hatten sie von den Phöniziern, den vermutlich ersten Händlern im Mittelmeer. |
| Da man sich den Einfluss der Sterne nicht erklären konnte, machten die Menschen Götter dafür verantwortlich. Beleidigte oder störte man die Götter, waren Kriege und Seuchen die Folge. Die Menschen schlossen daraus, dass die Götter die Sternbilder an den Himmel gesetzt hatten. So entstanden eine große Anzahl von Geschichten und Sagen, wie die Sternbilder entstanden. Und die Menschen bewahrten sie und erzählten sie von einer Generation zur nächsten. Sehr bekannt sind die Geschichten der Griechen. So tragen noch heute die Sternbilder die Namen ihrer Helden und Gottheiten. Verschiedene Dichter der griechischen Antike schrieben diese und andere Geschichten als Sagen nieder, so dass unterschiedliche sich ähnelnde entstanden. Von den Geschichten der verschiedenen Sternbilder, die jedes für sich ein Mosaikstein darstellen und am Ende das Bild eines Ganzen ergeben, sowie kleinen Hinweisen über Besonderheiten der markantesten Sterne soll dieses kleine Büchlein erzählen. |
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